Genetisch bedingte Krankheiten

Viele kennen es auch aus der eigenen Familie oder von Freunden: Krankheiten, die sich durch die Familie ziehen und auch bei einem Arztbesuch immer wieder erfragt werden, weil sie vererbbar sind. Das bedeutet zum Glück nicht, dass man den Bluthochdruck des Onkels oder die Diabetes der Großmutter auf jeden Fall auch hat, aber je nach eigener Diagnose muss das abgeklärt werden.

Rassespezifische und genetisch bedingte Krankheiten

So ist es auch bei Hunden. Stammen sie aus dem gleichen Genpol, haben sie dadurch ein ähnliches Aussehen, ähnliche Eigenschaften – aber auch ähnliche Krankheiten. Manchmal haben diese Krankheiten damit zu tun, dass der Hund eine gewisse Größe hat. So besteht zum Beispiel die Möglichkeit einer Magendrehung bei großen Hunden wie Schäferhunden oder gar Doggen eher als bei einem Chihuahua oder Dackel. Dafür kann der Dackel eher Rückenprobleme haben als ein Pudel, da die Dackelwirbelsäule proportional zu langgestreckt ist und die Beine dafür zu kurz sind.
Hunde, deren Nase kurzgezüchtet wurde, wie Möpse oder Bullterrier, haben leichte bis erhebliche Probleme mit der Atmung. Das kann sogar Operationen im Nasen-Rachenraum nötig machen, wenn beispielsweise das Gaumensegel modelliert werden muss. Wegen der Kurzzüchtung des Kopfes haben Möpse zudem Probleme mit den Augenhöhlen und den Augen.
Wie beim Menschen können auch beim Hund über die Stammlinie Krebserkrankungen vererbt werden. Wird bei einem Zuchthund eine solche Veranlagung bekannt, wird er meist sofort aus der Zucht genommen.

Wie können diese Krankheiten vermieden werden?

Wenn man einen Hund in sein Leben lässt, möchte man, dass er lange lebt und dies möglichst gesund. Bei Tieren ist es leider so, dass die Nachfrage auch das Angebot bestimmt: Wurden beispielsweise Möpse mit kurzer Schnauze gewünscht, wurden Möpse mit kurzer Schnauze gezüchtet. Skrupellosen Menschen ist es egal, dass die Tiere Atemprobleme und Schmerzen haben. Das bedeutet, dass man selbst konsequent darauf achten muss, einen Hund zu nehmen, der nicht für sein Aussehen gezüchtet wurde und der möglichst kein Anwärter für nicht reparable Krankheiten ist. Hier steht jeder, der sich einen Hund anschafft, in der Verantwortung. Die Mopszucht wurde übrigens grundlegend geändert.