Hallo!
Ich bin Lisa,
anderthalb Jahre alt und, wie Ihr sehen könnt, eine sehr elegante Spanierin. Mein Frauchen sagt über mich, dass ich die perfekte Mischung aus Süden und Norden bin … meine windhundartige Gelassenheit habe ich nämlich von meinem edlen Podenco-Vater und die Aufmerksamkeit von meiner schönen belgischen Schäferhund-Mutter.
Wegen meiner Mama friere ich hier im Winter auch nicht. Obwohl ich aus dem heißen Süden stamme, wächst mir im Herbst nämlich ein schönes langes Unterfell, und während andere Hunde vor sich hin bibbern, tobe ich durch den Schnee. Frieren? Pah!
Ich kann, wie Windhunde das nun mal gern tun, stundenlang faul auf dem Sofa herumliegen – Hauptsache, mein Rudel schmust mich zwischendurch – aber wenn ich draußen bin, dann spiele ich viel und passe ganz genau auf meine Leute auf, vor allem auf meine Kinder, wo kämen wir denn da hin – das ist meine Pflicht als Schäferhund …deshalb bleibe ich auch immer brav bei ihnen, auch wenn der Jagdhund in mir gern mal ausführlich mit einem Kaninchen oder einem Eichhörnchen diskutieren würde 
 … aber ich kann doch mein Familie nicht allein lassen!
Gestern habe ich übrigens einen reinrassigen Podenco getroffen – Rocco – ach herrje, sah der gut aus! Aber schneller als ich war er trotzdem nicht! Der hat vielleicht dumm geguckt! In der Geraden würde er mich vielleicht überholen, aber meine Kurventechnik ist viel besser, weil ich so viel mit meinen Freunden renne.
Ach, habe ich schon erzählt, dass wir Spanier besonders freundliche Wesen sind?
Sicher liegt das daran, dass wir von klein auf mit vielen anderen unserer Art zusammen sind und weil wir wissen, 
wie weh man vielen von uns getan hat und immer noch tut – ich jedenfalls liebe Kinder und kleine Hunde und bin immer ganz vorsichtig mit ihnen.
Meine Familie sagt, ich wäre eine Mischung aus Katze und Hund, weil ich so oft Sachen mit den Pfoten fange und ihnen gern lange und sinnend in die Augen schaue, während ich lang ausgestreckt auf dem Sofa liege. Ich weiß nämlich: Dann sind sie auf der Stelle ganz hin und weg von mir, selbst wenn ich vorher was ausgefressen habe – was ich natürlich so gut wie nie tue! Und mein Herrchen meint, ich hätte einen Magen aus Plastik, weil ich alles außer Steinen essen könne … 
Ich finde beides zwar irgendwie ein bisschen beleidigend, aber ich sehe ihnen an, dass sie das als ganz großes Kompliment meinen.
Das Allerwichtigste aber ist: Wenn sie mich kraulen und – wie jetzt an den langen, dunklen Novemberabenden – noch zusätzlich eine weiche Decke über mich legen, dann weiß ich, dass ich ganz und gar zuhause bin und in der Geborgenheit meiner Familie glücklich auf dem Sofa einschlafen kann. 
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