Andy

Wir haben 2 aus Roquetas
Hier klicken, dann werde ich ganz gross Hallo,

nach langjähriger Arbeit im Tierschutz und der Trainingsarbeit um verhaltensgestörte Hunde wieder vermittlungsfähig zu machen, wollte ich Anfang 2003 einen eigenen Hund. 

Mein damaliger Freund (heute Ehemann) war da sehr skeptisch. 

Aber ich blieb am Ball. Schaute mir immer wieder die Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“ an. Irgendwann sah ich einen Hund der von der Größe her, das war, was wir uns vorstellten. Aber stimmte auch alles andere? Unser neues Familienmitglied sollte kinderlieb und katzenverträglich sein. Aber auch ein aktiver Hund der gerne Auto fährt, da wir viel mit dem Wohnmobil unterwegs sind.
Aber leider war dieser „ins Auge gefasster“ Hund all das nicht.

 Aber darunter war einer, der mich sofort ansprach. Der mir auch Nachts nicht mehr aus dem Sinn ging. Es war Andy. Etwas schüchtern war die Beschreibung. Ich rief in Roquetas an und fragte nach, ob er noch da sei, wie es mit Kindern, Auto und Katzen sei. Jana Guntermann wollte dies alles für mich testen. 

Ein paar Tage später kam ihr Bericht. Alles okay. Also sagte ich zu. Wir nehmen Andy. Frau Guntermann wollte mir noch den genauen Tag und den Ort des Treffpunktes sagen, damit ich Andy direkt vom Transporter abholen konnte.

Der ersehnte Anruf kam, aber damit brach auch eine Welt in mir zusammmen. Der Transporter sollte an einem Tag in Würzburg ankommen, an dem weder mein Mann noch sonst jemand Zeit hatte zum Fahren. Ich konnte alleine diese Strecke nicht bewältigen. Was nun???

Ich sagte schweren Herzens und mit viel Tränen ab. Frau Guntermann sollte Andy an jemand anderen vermitteln. Aber während unseres Gespräches sagte sie mir: „Ich habe so etwas noch nie getan, aber bei Ihnen tu ich es, ich hebe Ihnen Andy für 3 Wochen zurück. Dann geht der nächste Transporter. Der geht ins Ruhrgebiet. Und Sie erzählten mir doch, dass Sie dann dort Urlaub machten.“ Diese Sätze sind mir noch so gut in Erinnerung, dass ich sie immer noch höre. 

Ja, wir sind dann im Ruhrgebiet. Ja, wir machen da Urlaub. Ja, wir holen Andy dann ab.

Die Zeit nutzte unser ganze Familie um sich auf unser Baby einzustellen. Alles wurde besorgt und im Wohnmobil mitgenommen. Hundefutter, Spielzeug, Hundebox, Decken, Leckerlies usw.

Dann, es war Dienstag. Bekam ich den Anruf von Jana Guntermann. „Der Transporter ist abgefahren und ist morgen in Deutschland. Setzen Sie sich bitte direkt mit dem Fahrer in Verbindung.“ Das tat ich ganz schnell. Also am Mittwoch um 14.00 Uhr in der Nähe von Bad Sassendorf. 
Kein Problem! Dachten wir.

Wir fuhren ganz früh los, damit wir rechtzeitig da sind. Wir brauchen ca. 1 ½ Stunden. So war es geplant. Aber bereits in Castrop-Rauxel spielte unser Kühler verrückt. Wir verloren Wasser. Also runter von der Autobahn, ADAC angerufen. Da es an diesem Tag sehr heiß war und sehr viele Kühler den Geist aufgegeben haben, warteten wir 1 ½ Stunden bis der ADAC-Mensch kam. Nach 1 Stunde sagte er, dass alle Mühe umsonst wäre und wir in eine Werkstatt geschleppt werden müssten. Aber auf den Spezialtransporter warteten wir eine weitere Stunde. 

In dieser Zeit versuchte ich die ganze Zeit den Fahrer zu erreichen. Aber der steckte in einem Funkloch. Also habe ich ca. 20 Ansagen auf die Mailbox gequatscht, dass wir den Hund auf jeden Fall wollen und versuchen so schnell wie möglich zu kommen. 

Endlich waren wir in der Werkstatt. Das Wohnmobil wurde abgeladen und mein Mann fuhr mit dem ADAC-Mitarbeiter zu einem Stützpunkt für ADAC-Leihwagen. Nach einer weitern Stunde hatten wir einen Leihwagen. Also alles rein, was wir so brauchen. Für uns und den Hund. Und ab nach Bad Sassendorf.

Wir kamen am Treffpunkt an, aber da war kein Transporter. Aber schon erfuhren wir, dass der Transporter in einem Stau steckte und in 1 ½ Stunden erwartet wird. Also waren wir doch noch rechtzeitig.

Die Kinder und wir hatten Hunger. Und Zeit war ja auch noch, also gingen wir schnell was essen um dann gleich wieder da zu sein. Rechtzeitig da zu sein, um Andy in die Arme zu nehmen.
Da, der Transporter, aber wo ist Andy. Erst wurden für ein anderes Tierheim Hunde ausgeladen. Wir halfen alle mit. Auch wenn unsere beiden Töchter ziemliche Schwierigkeiten hatten die Hunde zu halten. 

Hier klicken, dann werde ich ganz gross.
Und endlich da war er........ ANDY unser Goldstück.

Schnell zum pinkeln hinters Haus, dann ab ins Auto und irgendwo am Waldrand Ruhe finden.

Aber Andy fühlte sich sehr schnell DAHEIM. Er stieg ins Womo ein und war zu Hause. Auch nach dem Urlaub machte er es uns sehr einfach. Wo wir waren, da fühlte er sich wohl.

Andy macht inzwischen Trick-Dogs, Agility und ganz viele Faxen.

Er gewann bereits mehrere Mischlinswettbewerbe und wurde schon zweimal auf der Internationalen Hundeausstellung in München im Mischlingsbereich / Tricks mit dem 3. Platz in seiner Klasse ausgezeichnet. 

... aber irgendwie war er immer alleine. 
Für die kleinen Hunde war er zu wild im Spielen (das meinen unsere alten Damen aus der Kurstadt) und für die großen Hunde war er zu zierlich (das meinten die Besitzer der großen Hunde).

Was tun? Wir brauchen einen passigen 2. Hund. Gesagt, getan, gesucht .... gefunden!!!

Diese Geschichte könnt ihr lesen unter WINNETOU

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