Jessy und Shari

Hallo ihr Lieben!

Lange haben mein Herrchen und Frauchen überlegt, ob es nicht gut für Shari (die Ersthündin) wäre, wenn noch ein zweiter Hund bei ihnen leben würde.

Es war ziemlich schnell geklärt, dass es ein Hund sein muß, der Hilfe braucht, also so einer wie ich.

Im Internet ist viel zu finden. Unter www.monikashunde.de haben sie sich dann sofort verliebt. 

Jessy – ich – so hab ich damals noch geheißen.

Zwei schwarze Augen haben sie vom Bildschirm angeblickt -

 „kann man da noch nein sagen!?“

Nun haben sie versucht, Monika zu erreichen. 

Gar nicht so einfach!

Dann haben sie es über Frau Thörner versucht, die sie dann nach langem hin und her endlich erreicht haben. (Beinahe wollten die beiden schon aufgeben)

Herrchen und Frauchen haben ein langes Gespräch geführt und waren sich sofort sympathisch. Es musste nur noch geklärt werden, ob die Pflegefamilie auch einverstanden ist mich (jetzt Maja) herzugeben.

Es dauerte nicht lange und sie bekamen einen Rückruf von Frau Thörner, die den beiden die Telefonnummer der Pflegefamilie gab. Sofort haben sie dort angerufen. Wieder ein langes Gespräch und ich denke mal Sympathie auf beiden Seiten.

Es war schnell geklärt, dass Herrchen und Frauchen am Pfingstwochenende in den Norden Deutschlands fahren werden um mich anzusehen. Es war ja auch nicht klar, ob Shari mich akzeptieren würde (und natürlich umgekehrt – ich geh doch nicht mit jedem mit). Für sie war klar, dass wenn Shari mich nicht mag (oder umgekehrt), würden sie unverrichteter Dinge wieder heimfahren.

Die Aufregung war gross!

Nach langen fast 500 Kilometern sind Jürgen und Ingrid (meine jetzigen Eltern) angekommen und haben erst mal das Haus gesucht.

Herzklopfen als sie vor der Türe standen. Shari wusste gar nicht, was sie hier sollte. Die beiden haben geklingelt und die Türe ging auf. Drei Hunde sind ihnen entgegengestürmt (ich war auch dabei!). Shari war ganz verblüfft. Sie hat sich erst mal zurückgezogen und war ganz schüchtern. Nach ein paar Minuten haben wir Hunde uns gut verstanden und haben uns gegenseitig beschnuppert. Wir (meine Pflegeeltern und meine beiden „Geschwisterhunde“) haben die drei freundlich aufgenommen und sich erst mal unterhalten.

Anschließend sind wir spazieren gegangen, damit die Shari und ich uns etwas näher kennenlernen.

Vor lauter Übermut bin ich hin und her gerannt und dabei habe ich einen großen Stein übersehen. Es war schrecklich. Ich schrie wie am Spies. Es kamen Leute angelaufen, die wahrscheinlich gedacht haben, dass mir etwas angetan wird. Ich lief keinen Schritt mehr. Meine jetzige Mama Ingrid sah sich das ganze an. Gebrochen schien nichts zu sein. Es war vielmehr der Schreck. Noch ein bisschen Humpeln – nach einer Stunde war aber alles wieder vergessen. Naja, ich wußte doch auch nicht. Und erst mal brüllen ist nie schlecht !

Gegen Abend kam dann Frau Thörner und hat die Formalitäten mit ihnen erledigt. Da war dann schon klar, dass sie mich mit bekommen. Meine Pflegemama hat auch erlaubt, daß sie sich mit dem Wohnmobil neben das Haus stellen und dass ich über Nacht mit ins WoMo darf. Die Pflegemama hatte gesagt: Wenn es über Nacht nicht gut geht, braucht ihr sie am nächsten Tag gar nicht erst mitnehmen. Recht hat sie. Gesagt, getan.

Die Nacht war ruhig. Ich habe zwar nicht so ruhig geschlafen, aber mir war es auch nicht so unangenehm. Shari und ich haben uns gut vertragen.

Am nächsten Tag haben Jürgen und Ingrid noch bis Nachmittag gewartet. Die Pflegemama musste arbeiten und ist erst gegen 14 Uhr Heim gekommen. Wir haben uns die Zeit mit spazieren gehen vertrieben.

Es war schon irgendwie traurig und dann wieder nicht – Abschied – ein Abschnitt in meinem Leben geht zu Ende – ein anderer Lebensabschnitt beginnt. Ich wusste ja nicht, was mich erwartet. Also erst mal rein ins Wohnmobil und ab geht’s Richtung Wendelstein.

Ich hab mich unter den Tisch gelegt und da bin ich erst mal geblieben. Ganz ruhig – als hätte ich nie etwas anderes gemacht, als Wohnmobil fahren (haben die eine Ahnung, was ich alles kann J).

Die beiden haben dann nur festgestellt:

„Wir haben einen Glücksgriff getan – sie passt zu uns!“

Nach einer halben Woche hatte ich Shari so weit, dass wir gemeinsam in einem Körbchen waren. Ich hatte ganz schön Arbeit, bis ich Shari von mir überzeugt hatte. Aber nach einer Woche hat sie dann endlich mit mir rumgetollt und hat mich vollständig akzeptiert.

Seitdem nehme ich ihr alles weg: den schönsten Platz, ihr schönstes Spielzeug usw. !

Der Rest ist schnell erzählt.

Ich fahre sehr gerne Wohnmobil und Auto.

Ich hab mich toll eingelebt und kontrolliere schon die ganze Familie „Wir haben Maja da, wo sie uns haben will“ J - Genau!

Spass bei Seite. Meine Eltern sagen ich sei wirklich ein toller Hund. Und ich muß zugeben, mir gefällt es sehr gut bei ihnen.

Meine Eltern haben zum Einen das Gefühl, einem Hund geholfen zu haben.

Zum Anderen haben sie ein neues Familienmitglied bekommen, das wie das fehlende Glied in ihrer Kette passt. Was soll ich sagen – recht haben sie!

Danke Familie Dudde, Frau Thörner und Monika Duif!

21.08.2006

Hallo Leute,

ja, nun bin ich 10 Wochen bei meiner Familie. Ich fühle mich Hundewohl.

Wenn ich will höre ich sogar auf Herrchen und Frauchen. Sie freuen sich dann so schön und ich krieg dann auch Leckerlis. Shari wickle ich inzwischen auch schon um meine Pfote. Nur ab und zu ist Shari ganz enttäuscht, weil alle nur noch auf mich schauen und sie nebensächlich wird. Aber ich mache das dann wieder wett, indem ich viel mit ihr spiele und tobe. Wir haben schon einen richtigen Rundlauf in den Garten gegraben. Hauptsächlich bei der Kehrtwendung ist eine tiefe Furche vorhanden. Aber Frauchen schimpft nicht, weil das ja eh noch Baustelle ist.

Aber am meisten toben kann ich im Wiesengrund, wo ich ohne Leine laufen, Ballspielen und ins Wasser darf.

So langsam haben mein Herrchen und Frauchen auch Vertrauen zu mir, so dass sie mich auch mal im Park oder auf der Waldwiese laufen lassen.

Ihr seht also ich hab anscheinend das große Los gezogen.

Hoffentlich haben viele meiner Artgenossen aus Spanien auch das Glück! Ich würde es ihnen auf alle Fälle wünschen.

Aktuelles seht ihr auf unserer Homepage www.fambacher.de. Herrchen Jürgen hat schon viele Bilder eingestellt. Schaut doch mal rein.

Viele liebe Grüße

Eure Maja

Bilder von uns, findet ihr auch noch hier