W i n n etou

Hallo,

es war 2 Jahre her, dass wir unseren ersten Hund aus Roquetas bekommen haben. Aber Andy, unserem ersten Hund fehlte der passende Begleiter. Einfach einen Kumpel dazu.

Der Zweithund sollte einfach nur mit dabei sein. Ob behindert oder nicht, das war uns egal. Ob alt oder jung, spielte keine Rolle.
Also begann die Suche von neuem. Internet rauf, Internet runter, Tierheime in ganz Deutschland wurden abgesucht. Nicht das passende.

Dann machte mich meine Tierarzthelferin auf eine Hündin in Italien aufmerksam. So klein wie Andy – passt. Etwas schüchtern – passt. Fährt gern Auto – passt. Mag Kinder – passt. Alles passte. Wir sagten zu. Aber eine Woche später bekamen wir den Anruf, dass die Pflegestelle die Hündin nicht mehr her geben will. Verdammt noch mal.

Die Suche beginnt von neuem.
Internet rauf, Internet runter, Tierheime in ganz Deutschland absuchen.
Uuuups! Da waren wieder Hunde von Roquetas!! Also genauer hin schauen. Ich traf eine Vorauswahl und schickte die Bilder meinem Mann. Da dieser, bei unserem Zweithund die Entscheidung treffen sollte.

Es war Winnetou, der ihm sofort gefiel.

hier bin ich ganz riesig gross...einfach mal klicken So nun der nächste Schritt:

Kontakt mit Monika – kein Problem. Ich schickte ihr per email unseren Lebenslauf und die Geschichte von Andy und wie wir ihn bekamen.

Nächste Hürde:
Wir brauchen Hundehaare von Winnetou, da mein Mann allergisch auf gewisse Hunderassen ist.
Aber wo abschneiden, wenn kaum welche das sind?

Das stellte Monika und Winnetou vor ein großes Problem. Aber das meisterten die beiden
großartig.
Panik:
Wo bleiben die Haare?? Monika schnitt noch einmal, schickte sie wieder ab und auch diese kamen nicht an. Was war da los? Bis wir drauf kamen, dass ich mich vertippt hatte als ich Monika unsere Adresse durchgab. Na prima!! 
Endlich kamen die Haare an. Alles okay. Winnetou kann kommen. 
Chris war nicht allergisch. Uns fiel ein 10 Tonnen Stein vom Herzen!

Wir machten einen Vorvertrag, da wir erst Anfang November, wenn die Kinder Herbstferien hatten, fahren konnten. 
Somit war Monika, Winnetou und wir auf der sicheren Seite.
Fast täglich telefonierten wir oder schickten uns E-mails. Somit waren wir immer auf dem neusten Stand, was unseren Zwerg anging. 

Aber Monika erzählte uns jeden Tag mehr und mehr über Winnetou – ihrem kleinen frechen „Arschloch“ wie sie ihn liebevoll nannte. 
Er war bei ihr nur frech und größenwahnsinnig. 
Er brauchte den größten Napf. (Er hätte darin baden können!)
Er brauchte das größte Körbchen (Doggen hätten locker Platz gehabt!)
Er braucht den größten Knochen. (Schäferhunde knabbern lang dran!)
Er machte am meisten Rabatz. 

Die Wartezeit wurde immer schlimmer, je näher der Termin rückte.

Aber warum bis dahin die Zeit nicht nützen um Sachspenden für Roquetas zu sammeln? Gedacht – getan – Aushänge gemacht und Telefonate geführt.  Es kam doch ordentlich was zusammen.

Die Herbstferien waren da und wir fuhren mit unserm Wohnmobil los.
Wir – das sind Andy (Jack-Russel-Corgi-Mix ca. März 2002 geboren), Nadine (11 Jahre), Jessica (13 Jahre), Chris (35 Jahre) und ich – Sonja (37 Jahre).

Und für Monika hatten wir einiges dabei. Unter anderem 40 kg Futter, Hundekörbe, 3 große Reisetaschen bis obenhin voll mit Decken, Leinen, Halsbändern, Geschirren, Näpfen und Spielzeug. (Hiermit noch mal einen herzlichen Dank den Spendern. Privatpersonen wie Firmen. DANKE)

Aber wenn ich ehrlich bin, waren wir verdammt voll gepackt. Zu voll um noch weitere 4 Tage bequem im Wohnmobil unterwegs zu sein, bis wir am Dienstag Winnetou abholen sollten. 
Also warfen wir unseren Terminplan, nach Absprache mit Monika, ein wenig um. Chris ging am Samstag ins Fußballstadion und ich fuhr zu Monika um die Sachen abzugeben. Nadine und Jessica erfüllten wir einen Wunsch, sie gingen in dieser Zeit in den Movie Park. 

Winnetou wollte ich nicht mitnehmen. Der sollte noch bis Dienstag bei Monika bleiben. Da war ich fest entschlossen. 
Als ich mit Andy ankam, war erstmal ein großes HALLO im Hause. Monika sperrte Ihre Hunde weg und öffnete uns.

Andy war die ganze Meute nicht so geheuer. Aber er ging tapfer mit. 

Dann kam dieses weiße Etwas auf uns zu. Kläffte und bellte, als ob er eine Riesen-Dogge wäre. Winnetou – unser Winnetou! 
Aber in Wirklichkeit ist er eine Mischung aus Malteser (Mama war AMANDA) und vermutlich einem Chihuahua als Papa. 
Also ein „Chiteser“, aber das hat ihm noch keiner erzählt!

Da es ein so schöner, warmer Tag noch war, saßen wir im Garten und tranken Kaffee. Es war herrlich zu sehen, wie die Hunde miteinander spielen, toben und kuscheln.

Ich hatte Monika schon so viel von Winnetou´s neuem Körbchen erzählt, dass sie es sehen wollte. Ich holte es rein. Winnetou fand es auch klasse. Stieg rein, drehte sich 2 mal, ließ sich fallen und schlief ein. Er schlief die ganze Zeit als ich da war. Dann wurde es Zeit zu gehen. Die Kinder mussten ja wieder vom Freizeitpark abgeholt werden und Chris ist auch bald vom Stadion zurück.

Nur ich konnte nicht gehen. Winnetou war doch da. Ich rief Chris an um mit ihm das zu besprechen, denn ich wusste nicht was ich tun sollte. Winnetou mitnehmen oder da lassen. 
Mein Verstand sagte mir: Lass ihn bei Monika bis Dienstag.
Mein Bauch sagte mir: Nimm den Zwerg mit.
Aber Chris hielt sich raus. 
Ich konnte nicht anders. Ich nahm Winnie mit. Es war ja alles im Womo für ihn vorbereitet. Monika war auch einverstanden, wenn wir am Dienstag noch mal kommen würden. Klar doch, das machen wir.

Während der ganzen Fahrt schlief Winnetou im Körbchen weiter. Andy saß wie immer angeschnallt auf dem Beifahrersitz. Aber so ganz geheuer war ihm diese kleine weiße Ratte nicht. 
„Fährt der da wirklich mit? Bleibt der etwa jetzt bei uns? Der ist doch so, .. so, .. hyperaktiv! Frauchen, das ist nicht dein ernst.“ Man hörte ihn richtig denken. 
Dies blieb auch noch so, bis wir dann wieder bei Monika waren. 
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Winnetou fühlte sich sofort wieder heimisch. Andy distanzierte sich ein wenig von den anderen Hunden, aber das war für uns okay.

Als wir dann von Monika wieder weg fuhren, war das Eis zwischen Andy und Winnetou gebrochen. Nachts um 1 tobten die beiden durch unser Bett. Diese Seite kannten wir an Andy noch nicht. Aber okay. Wenn es euch Freude macht, dann sind wir glücklich.

Auch zu Hause, war alles sofort super easy mit den Zweien. Andy und Winnetou toben immer noch durchs Haus. Andy blühte richtig auf. 
Er ist der große Bruder. Er ist der große Erzieher, aber auch der große Beschützer. 

Unser großer Garten mit den Agilitygeräten ist für Winnetou ein wunderbarer Spielplatz. Verstecken spielen im Tunnel. Um die Hürden rum laufen. Hinter der Wippe in Deckung gehen und den Großen dann anspringen. All das ist super lustig.

Winnetou geht jetzt immer mit, wenn Andy Agilitytraining hat. Findet inzwischen auch schon Gefallen an den Geräten, die er zwar noch nicht machen darf, aber bald. Wenn er ausgewachsen ist und alle Knochen, Muskeln und Sehnen in Ordnung sind. Solang muss er sich noch mit Tunnel und Kontaktzone zufrieden geben.

Viel konnte ich nach 4 Wochen noch nicht erzählen. Aber bald!!!!

Im Februar tritt Andy wieder auf der Internationalen Hundeausstellung in München mit seinen Tricks an. Vielleicht ist Winnetou dann schon mit von der Partie und tritt als Konkurrent gegen Andy an. 

Sollte Andy wieder gewinnen (zum 3. Mal dann), gewinnt er den Pokal für alle Mitarbeiter, Förderer und Hunde von der Tierrettung Roquetas de Mar.

Ich weiß selber aus meiner langjährigen Erfahrung in der Tiervermittlung wie schwer es ist, sich für diesen oder jenen Bewerber zu entscheiden, wenn für einen Hund mehrere Interessenten da sind. 
Ich weiß auch, wie wütend manche Menschen werden, wenn Sie nicht er „Erwählte“ für diesen Hund sind. Aber man entscheidet immer – für das Tier. 
Man entscheidet nicht, weil der eine mehr Geld hat als der andere. Man entscheidet nicht, weil der eine ein Handicap hat und der andere nicht. Man entscheidet, weil man ein passendes Gespann aus Mensch und Hund gefunden hat.

Wir alle bereuen den Schritt zum Zweithund nicht und danken Monika für Ihre Arbeit mit all den Hunden und Menschen. Und das wir die „Erwählten“ für Winnetou waren.

DANKE   MONIKA

2006

Hallo,


jetzt muß ich euch aber noch was sagen. Ich habe meine Schwester Luca getroffen. Das war vielleicht ne Gaudi.
Wie ihr bestimmt alle wißt, wurde Luca von -unrechtmäßiger Weise- 2 mal weiterverkauft und dann nicht gut behandelt. 

Sie hatte es nicht gut. 

Doch dann kam sie mit Hilfe von 2 lieben Tierschützerinnen wieder zu Monika.

 Monika päbbelte sie auf und Luca lernte dort endlich, was Hund sein heißt - Spielen, Toben, Fressen und Schlafen. 

Sie fuhr sogar mit Monika und ihrem Mann Günter in den Urlaub. Ist das nicht klasse??? 
Mit Günter hat sie auch ganz viel gekuschelt.

Mein Frauchen und Herrchen überlegten auch schon ob Luca zu uns kommen soll, aber dann kamen Leute zu Monika. 

Und die paßten perfekt zu Luca. 

Mit denen fuhr Luca dann auch gleich in den Urlaub.

Und jetzt kommt es, das was Ihr fast nicht glauben werdet. Ich bin doch in Bayern - im Allgäu gelandet. 
Und Luca fährt doch glatt in den Urlaub ins Allgäu. 

Wahnsinn. 

Luca´s Frauchen nahm dann mit meinem Frauchen Kontakt auf und wir trafen uns. 

Es war Klasse.

Die sieht fast so aus wie ich.

  Ist ein bißchen höher und hat ne schwarze Nase und schwarze Augen. Ist also dunkler wie ich.
Am Anfang zickte sie schon ein bißchen stellte den Kamm usw. Ist ja auch komisch, wenn man seinem Spiegelbild in Echt begegnet. 

Aber dann, dann ging es los. Andy mein bester Freund und Luca und ich tobten was das Zeug hält.

 

 Luca legte sich sogar mit den Allgäuer Kühen an. 

Hinterher waren wir alle ziemlich kaputt und durstig.

 Ich zeig euch hier auch ein paar Fotos von dem super Tag. 

Ach ja, Luca hat ein dünnes blaues Geschirr an. Ich habe ein breites blaues Geschirr an. Nur damit ihr wißt wer wer ist.
Ich und Andy sind uns einig. 

Luca ist Klasse. Sie ist ein prima Kumpel. 

Und jetzt kommt das Beste. 

In 1 Woche treff ich meine Mama wieder und in 1 1/2 Wochen treffen wir uns alle. 

Alle?

Wer alle?? 

Na, Luca, Mama Amanda, ich und Andy. 

Das wird ne Gaudi kann ich euch sagen..

Ich sag euch bald wie es war. 

Bis dahin.


Euer Winni

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